Das Thema interessiert mich nicht mehr,da eine Diskussion bei den hier verkrusteten Fronten sinnlos ist. Von mir aus träumt doch was Ihr wollt, bis zum seligen Lebensende. Ihr werdet Eure Traumgesellschaft nämlich niemals real erleben. Sowas betrachte ich als Zeitverschwendung.
Als Antworten auf meine Argumente, kommt immer die gleiche Gebetsmühle. Darin ähnelt Ihr stark den Kapitalisten, nur mit umgedrehtem Vorzeichen. Ihr predigt von Anarchie und schaft es nichtmals, abweichende Meinungen einer Einzelperson zu integrieren. So ganz nach dem Motto: Keiner soll irgendwas bestimmen oder Herrschaft ausüben, außer WIR weil WIR ja alles am besten wissen / können/ bla sülz.
Viel Vergnügen noch mit der Traumwelt. Im Unterschied zum Lottospielen kostet es wenigstens keine Knete.
thepikt, ich bin erstaunt...
Wie kann man sich durch so ein Forum wühlen ohne dabei auch nur ein Wort zu verstehen? ._.
Du stellst Thesen auf und bleibst bei ihnen, egal wie oft und wie gut man sie widerlegen mag.
Zitat von thepikt:
So ganz nach dem Motto: Keiner soll irgendwas bestimmen oder Herrschaft ausüben, außer WIR weil WIR ja alles am besten wissen / können/ bla sülz.
So etwas zum Beispiel.
Du bringst eine These auf, meinst dann "ihr könnt das nicht widerlegen!" und wenn man es doch kann, machst du diesen hier:
Also für mich hat das keinen Sinn weiter auf dich einzugehen.
Zitat von thepikt:
Ihr werdet Eure Traumgesellschaft nämlich niemals real erleben.
DU musst es wissen, oh großer Hellseher!
So ein Quatsch, wenn auch nicht im großen Stil, kann man das sehr wohl in einem kleinen Kreis verwirklichen!
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Ich glaube nicht an die Religion namens"Anarchie" die hier gepredigt wird und deren Realität größtenteils auf dem Eintreffen von Wundern beruht.
Anarchie mit Religion gleich zu setzen mag insofern richtig sein, als dass beides auf menschlichem Wunsch-denken basiert.
Das war es dann aber auch schon. Religion ist ein Regelwerk fuer die Masse. Die Masse zieht die Taeuschung immer der Realitaet vor. Die anarchistische Idee hingegen appelliert an das vernunftbegabte freiheitsliebende Individuum.
Der Anarchismus ist eine einfache Idee. Ein jeder kann sie verstehen.
Nicht jeder will sie verstehen.
DEN Anarchismus gibt es ohnehin nicht, und ich persönlich würde mich auch dagegen verwehren, in der Anarchie eine bestimmte ausdifferenzierte Gesellschaftsutopie zu sehen. Für mich ist der Anarchismus die radikale Negation von Herrschaft, zunächst als grundlegender Paradigmenwechsel (also der Art und Weise, wie wir die Gesellschaft betrachten), und dann natürlich auch als (anti-) politische und soziale Praxis.
Formen anarchistischer Organisierung gibt es zuhauf, soviel Phantasie muss man dafür eigentlich nicht aufbringen. Wobei ich mit dem beliebten Slogan "Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft" auch nicht so viel anfangen kann, ich denke nicht, dass Ordnung der elementare Maßstab für eine wünschenswerte Gesellschaft sein sollte. Eine höhere Toleranz für Unordnung wäre im Gegenteil wünschenswert, oder wie jmd es mal ausgedrückt hat: Wenn eine Gesellschaft leben will, muss sie gefährlich leben.
Viele Menschen sind wohl Anarchisten, ohne es zu wissen. Viele denken auch nicht weit genug, d.h. sie lehnen bestimmte Konsequenzen von Herrschaft zwar ab, durchschauen diese aber nicht als systemimanent. Die Konsequenz sind dann zumeist Forderungen nach "mehr Transparenz", oder "Kontrolle", sprich einem angeblich besseren, "demokratischeren" Staat. Die Fähigkeit, sich hinsichtlich des Wesens der "Demokratie" routiniert zu belügen, kann man ja an diversen Beispielen hier im Forum schön beobachten.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
Leuten wie mir (ich sehe demokratie momentan als notwendiges übel), wird gern ein dasein als fremdbestimmtes rädchen dieses systems bescheinigt. Ich z.b. verbringe 40h die woche mit wirtschaftlicher existenzsicherung, ansonsten kümmer ich mich um meine familie und dann kommen meine individuellen interessen. Politisch nicht aktiv.
Mir stellt sich immer die Frage, was jemand grundlegend anderes tut als ich, um kein rädchen des systems zu sein (aus Sicht eines Anarchisten). Und was ihm das dann letztendlich bringt, was für mich wertvoll sein könnte, aber nicht erreichbar mit meinem lebensstil.
Wie leben denn anarchisten in diesem forum, was macht ihr denn grundlegend anders als ich z.b. ?
Lebt jemand in so einer anarchistischen Kommune, ist jemand autarker Selbstversorger oder etwas vergleichbar ungewöhnliches?
Ist es nur die Geisteshaltung, oder gibt es da grundlegende Unterschiede in diesem Forum - Beispiele wären interessant für mich. Also "Anarchistische Realitäten". So nach dem Motto: " Sei du selbst die Veränderung"
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 09.05.2013 16:51.
Bei mir bist du da an der falschen Stelle Tom ^^
Bin momentan noch Schüler, beende diesen Sommer das Gymnasium. Deswegen könnte ich dir jetzt etwas vorlabern, was ich vorhabe... Aber wir wissen beide, dass das Leben anders spielt, als man sich es erträumt. Deshalb lasse ich es dich dann wissen, wenn es soweit ist, okay?
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Leuten wie mir (ich sehe demokratie momentan als notwendiges übel), wird gern ein dasein als fremdbestimmtes rädchen dieses systems bescheinigt. Ich z.b. verbringe 40h die woche mit wirtschaftlicher existenzsicherung, ansonsten kümmer ich mich um meine familie und dann kommen meine individuellen interessen. Politisch nicht aktiv.
Mir stellt sich immer die Frage, was jemand grundlegend anderes tut als ich, um kein rädchen des systems zu sein (aus Sicht eines Anarchisten). Und was ihm das dann letztendlich bringt, was für mich wertvoll sein könnte, aber nicht erreichbar mit meinem lebensstil.
Wie leben denn anarchisten in diesem forum, was macht ihr denn grundlegend anders als ich z.b. ?
Lebt jemand in so einer anarchistischen Kommune, ist jemand autarker Selbstversorger oder etwas vergleichbar ungewöhnliches?
Ist es nur die Geisteshaltung, oder gibt es da grundlegende Unterschiede in diesem Forum - Beispiele wären interessant für mich. Also "Anarchistische Realitäten". So nach dem Motto: " Sei du selbst die Veränderung"
Ich will da persönlich nicht so ins Detail gehen. Anarchistische Projekte, sowie selbstverwaltete Kollektive die sich nicht als anarchistisch verstanden, habe ich mal kürzer, mal länger, als Gast bewohnt (und dabei ideell, finanziell etc unterstützt), aber nicht dauerhaft.
Rädchen im Getriebe bin ich, wie die meisten Menschen, schon allein durch meinen täglichen Konsum natürlich auch. Es stellt sich auch die Frage, wieviel man durch den individuellen Ausstieg am Ganzen ändern kann, was nicht heißt, dass es völlig egal wäre wie man in diesem "falschen Ganzen" lebt und konsumiert.
Soviel nur kurz zur Frage des Lebens bzw der Reproduktion. Mir ist klar, dass ganz profane Gründe (Arbeit, Familie) Menschen daran hindern, in unterschiedlicher Art aktiv zu werden. Ich persönlich habe es aber oft so empfunden, wenn ich nach 8-10 Stunden Arbeit nachhause gekommen bin, dass es einzig der Kampf gegen die Verhältnisse war, der diesen Zustand der Entfremdung und Ausbeutung überhaupt tragbar gemacht hat.
Sich mit bestimmten Dingen als "notwendige Übel" abzufinden, wirkt für mich eher wie Apathie, Resignation, wohl auch Zynismus. Keine schönen Aussichten ohne langfristig abzustumpfen, oder?
Was den Kampf angeht, bewegen wir uns hierzulande oberflächlich betrachtet in erster Linie in Abwehrkämpfen. Wir stellen uns gegen Faschisten und rechtes Pack jeder Art, gegen Repression, für mehr Selbstverwaltung und Selbstorganisation etc.
Was die Herrschenden am meisten fürchten ist, dass momentan marginalisierte Positionen im Zuge zunehmender sozialer Proteste gesellschaftsfähig werden. Also ist es sinnvoll, eigene Strukturen aufzubauen, die zu gegebener Zeit in diesen Kämpfen präsent sein können. Das alles passiert ja schon, mit größerem oder kleinerem Erfolg. Wir werden sehen was passiert, wenn die gesellschaftlichen Vorzeichen etwas günstiger stehen.
Was dich persönlich dafür motivieren soll, kann ich dir nicht sagen, das musst du schon selbst für dich beantworten. Zumindest treibst du dich hier in einem Forum voller Spinner mit verrückter Ideen rum, und wenn das nicht aus reiner Langeweile passiert, dann vielleicht deswegen, weil du auch erkannt hast dass du dich mit diesen Verhältnissen nicht wirklich anfreunden kannst- auch wenn du gezwungen bist (oder das zumindest glaubst) primär nur zu funktionieren.
Ich könnte dir viel über Abenteuer und faszinierende Erfahrungen erzählen, über die Erweiterung des Horizonts, über Erkenntnisse, hinter die man nicht mehr zurück kann. Aber eigentlich denke ich, dass es nicht so schwer sein sollte hierfür etwas Phantasie aufzubringen
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Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
@(s)aint: soll das jetzt bedeuten, dass du keinerlei möglichkeit nutzen kannst frei zu sein - weil du nicht ohne meisterbrief nen friseuerladen eröffnen darfst? gehst du daran kaputt, dass du steuern zahlen musst? dass deine kinder zur schule gehen?
was machst du denn so um dem zu entgehen?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 10.05.2013 20:42.
@dian
Ab wann sich jemand in seiner Freiheit beschränkt fühlt ist individuell unterschiedlich ja, ich bin da bescheiden. Ich möchte jedenfalls niemandem vorschreiben wieviel Freiheit richtig für ihn zu sein hat solange er mir nicht schadet. Ich finde jedenfalls dass man sehr viel aus dem machen kann, was du ein kleines bisschen Leben nennst was einem diese Welt gelassen hat.
Nicht jedem ist es gegeben, sich mit dem (Maß an Freiheit) zu bescheiden, was Andere ihm uebrig zu lassen gewillt sind. Das mag dumm klingen, aber so ist es nun einmal.
@(s)aint:
Das finde ich überhaupt nicht dumm.
Wenn du mit einer Sache nicht leben kannst, dann wehr dich dagegen.
Trotzdem hält sich mein Mitleid in Grenzen wenn du dann doch erst eine Lehre zum Friseur machen musst bevor du Haare schneiden darfst ;-)
Die Videos wirken auf mich eher wie (bürgerlicher) Liberalismus, aber nicht gerade anarchistisch. Auch wenn man natürlich auch hier konsequent weiterdenken kann. Am Ende die Frage zu stellen, wie weit diese Aufhebung der Freiheit tendenziell gehen kann, ist schon mal ein guter Ansatz.
Ansonsten müsste mir hier noch jemand den Unterschied zu Tea Party und Co. erklären...
Scheinbar haben all diese Liberalisten und "Libertären" (im amerikanischen Sprachgebrauch) nicht viel zu der brutalen Realität staatlicher Gewalt zu sagen - dem Terror, der Folter, der Deportation, die auch in sogenannten "demokratischen" Regimen zur Praxis des Regierens gehören. Stattdessen geht es meist um das individuelle Recht auf die freie Verfügung über das Privateigenum. Und hier drängt sich dann schon der Verdacht auf, dass das "freie Individuum", um das es hier geht, nichts anderes als der kapitalistische Homo Oeconomicus ist, in seiner Mehrheit weiß, männlich und schon von seinen Ursprüngen her besser gestellt.
Wo ist das Engagement dieser Liberalisten für diejenigen, die am meisten von Unterdrückung betroffen sind?
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@Tom
Samurai benutzten fast nie Schilde. Daher lernten sie Techniken um mit dem blanken Schwert Pfeile oder Wurfsterne abzufangen. Das gleiche ist hier auf eine Kugel aus einer Schusswaffe angewendet worden. Ziemlich beeindruckende Schwertkampftechnik.
Scheinbar haben all diese Liberalisten und "Libertären" (im amerikanischen Sprachgebrauch) nicht viel zu der brutalen Realität staatlicher Gewalt zu sagen
Wer suchet, der findet (auch dazu den ein oder anderen Beitrag) im ZwischenNetz. Wo Bedarf ist, findet sich auch ein Angebot.
Die Mehrzahl zieht es jedoch vor nicht hinzuschauen. Wenn man sie damit kon-front-iert, erntet man in der Regel bloss Schelte und Ablehnung. Schlacht-haus-filme z.B. sind nicht sehr beliebt.
Zitat von Lonewolf:
...in seiner Mehrheit weiß, männlich und schon von seinen Ursprüngen her besser gestellt.
Wo ist das Engagement dieser Liberalisten für diejenigen, die am meisten von Unterdrückung betroffen sind?
Gute Frage. Wo ist das Engagement fuer Tiere, Kinder, Frauen? Die Liste scheint endlos.
Mir kommt es oft so vor, als sei der Anarchismus nur ein "Hobby" der sagen-umwobenen Mittel-schicht. Die von Dir beschriebene Sorte Mensch verfuegt derzeit noch ueber Kauf-kraft und hat somit Zugang zu einer webcam nebst equipment, um ihren libertaeren Standpunkt medial zu vertreten und oeffentlich zugaenglich zu machen.
Menschen in Armut haben dringlichere Anliegen als Videos zu produzieren.
Trotzdem halte ich die "vertikale Kommunikation" fuer sehr sehr wichtig.
Mir geht es eher um Grundsätzliches, auch weil ja hier irgendwo die Frage aufkam was z.B. eine liberale Gesellschaft von einer anarchistischen unterscheidet.
"Freiheit" ist eben ein höchst ideologischer Begriff, der meist recht einseitig und unaufrichtig propagiert wird. Wobei ich vom Grundansatz einem radikalen Liberalismus her rechtgeben würde, der davon ausgeht dass Zwang und Freiheit sich ausschließen (und wir entsprechend auch in keiner freien Welt leben). Nur bleibt eben die Frage, welche Formen von Zwang und Gewalt man primär im Blick hat, und wie die gezogenen Konsequenzen aussehen.
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Hallo Menschen,
bevor wir also heute diesen thread im Forum zur letzten Ruhe betten, erlaube ich mir, noch ein paar letzte Worte.
Zitat von Lonewolf am 21.02.2012:
Die Herrschaft ist manchmal fragiler als wir es für möglich halten. Die eigentliche Herausforderung - und das ist der Inhalt des "Kommenden Aufstandes" - ist allerdings weniger der Sturm auf den Palast, sondern die Revolutionierung der Gesellschaft.
Ein Jahr - Es geht voran - nicht. Die "Revolutionierung der Gesellschaft" laesst auch weiterhin auf sich warten. Der oft zitierte "kommende Aufstand" kam bis dato nicht in den Abend-Nachrichten. Um was es geht? Anarchie. Klingt utopisch? Stimmt. Ist es auch.
Denn "Freiheit" bedeutet einer Vielzahl von Menschen offenbar nicht sonderlich viel. Wie Schmerz-freiheit - ein Zustand, den man auch dann erst wirklich zu schaetzen weiss, wenn man ihn bereits verloren hat. Dann aber ist das Geschrei dafuer i.d.R. um so lauter.
Zitat von Lonewolf:
Für die Denkfaulen reichen Verschwörungstheorien und Elitenschelte - wem es ums ganze geht, der wird um radikale Herrschaftskritik nicht herumkommen, und dafür reicht es eben nicht, gegen "die da oben" zu wettern und sich im Grunde nichts anderes zu wünschen als "verantwortungsvollere" Eliten, die einen besser regieren mögen.
So sehr ich Lonewolf's wohlueberlegte Beitraege auch schaetze, aber um einen *hust* Skeptiker wie z.B. thepikt "ueberzeugen" zu wollen, dazu bedarf es offenbar noch einiges mehr an "Argumenten" und Kraftanstrengung. Von daher erstaunt es mich, dass in einem Forum wie diesem, wo zumindest noch eine Hand-voll an selbst-ernannten Befuerwortern der anarchistischen Idee, ihr virtuelles Unwesen treibt, derart wenig Begeisterung und persoenliche Teilnahme zu diesem Thema aufkommt.
Von nichts - kommt nichts. An die Tastaturen. Die Foren fuellen sich mit Parolen - ganze Buecher werden zur Herrschafts-kritik niedergeschrieben - doch wird sich - gem. dieser Theorie und Praxis - erst dann etwas zum Besseren aendern koennen, wenn auch der "letzte Depp" es endlich be-griffen hat. So viel Zeit ist aber nicht. Darauf kann man getrost auch ewig warten.
In der Zwischenzeit feiert der Export von "Demokratie" - mission *hust* accomplished - mittlerweile inter-nationale Erfolge.
Im Gegensatz zur Realisierung einer anarchistischen Utopie wird ueber diese Erfolge in den Abend-Nachrichten berichtet.
Sollten etwa all die Bemuehungen und Jahre der "Aufklaerung" nicht bereits in irgend einer Form Fruechte getragen haben?
Falls nicht - und mir scheint es so - warum laesst man die Dinge dann nicht (einfach und weiterhin) ihren "natuerlichen" Lauf nehmen und steuert - sehenden Auges - in eine segensreiche globale Zukunft. Immerhin koennten die Utopisten so wenigstens noch ihre Selbst-achtung bewahren und - wenn es dann endlich soweit ist - von sich behaupten: "Ich habe es Euch ja immer gesagt".
Mich beschäftigt momentan eine Frage die mir nicht mehr aus dem Kopf geht und zwar was wäre wenn wir in Deutschland Anarchie hätten und im Ausland alles wie gehabt ist.
Wie kommen wir zB. an Bananen wenn das Ausland weiß das bei uns Geld keine Rolle mehr spielt und somit nichts Wert ist?