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gibs doch garnich..
kannich mir kaum vorstellen. ok, brotpitt ist mal wieder dabei, der hat schon in fightclub ne gute performance geliefert. und in der story wird die hitler-thematik wieder besprochen, und die juden drehen den spieß um per rachefeldzug. außerdem ist tarantino der regisseur, wenn ich mich nicht irre.
aber von dir nur "..." zu lesen schockt mich dann doch
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Weißt du, es is einfach irrsinnig geil und befreiend wenn man von klein auf zwar gute, jedoch extremst frustrierende Nazi-Historiendramen wie Schindlers Liste, Zug des Lebens.. u.Ä. gesehen hat, und dann endlich mal das ganze so sieht, wies eigentlich hätte sein sollen.. so, wie man sichs als kleiner Junge mit blutig-heroischen Gedanken immer ausgemalt hatte, nachdem man solcherlei Filme gesehen hat... und das alles in Regietechnisch perfekter Manier, mit perfektem Soundtrack, perfekten Darstellern, krass genialen Dialogen & Humor... einfach damn fuckin epic..
Aber ums mal analytischer und objektiver anzugehen:
Der Soundtrack ist wie erwähnt schon klasse
Die Kamera mit Comic Ästhetik hätte eine Geschichte wie diese nich besser einfangen können
Die Hauptdarsteller überzeugen alle.. Brad Pitt, wenn er mit coolen Ami Akzent versucht italienisch zu sprechen ist einfach die Bombe (hier auch der Hinweis: BLOS nicht synchronisiert geben - der film ist DREIsprachig und sollte auch so geguckt werden!), Christoph Waltz spielt den intelligenten, charmanten und auch beängsitgend-unberechenbaren SS Offizier perfekt, die Basterds, welche nichtmal so oft in Szene treten (mindestens 2/3 des Films sind Dialog-Szenen mit vielen anderen Charaktern), wirken einfach nur "cool"
, ... und apropo Dialog-Szenen... die sind einfach nur krass gut, und manchmal schon fast in subtiler Jarmusch Manier... allenfalls sind sie meistens vorallem saukomisch, die Art und Weise wie (vA niedrigere) Nazis/Deutsche als saufende, primitive & äuserst unlustige Idioten dargestellt werden ist einfach nur zu genial. ^^
Aber natürlich ist es auch so, dass einem wohl schon auch das Grundkonzept gefallen muss, um den Film zu mögen.. wer mit übertriebener Heroisierung, ethisch/moralischer Rücksichtslosigkeit, übertriebener Coolness und völliger geschichtlicher Verfälschung nichts anfangen kann wird den Film wohl so oder so nich mögen.. die, die sowas anspricht werden aber n Mordspaß haben, und nach 2 1/2 Stunden direkt traurig über das abrupte Ende sein.. ich wars jedenfalls.
edit:/ Trailer bringt btw sogut wie nix von dem rüber, was der Film wirklich is bzw was ihn ausmacht,..
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"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more
Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"
-Horses in the Sky
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Ich kann mich atrejus Begeisterung nur anschließen. Der Film sabotiert nicht nur auf herrlich-komische Weise jede dumm-deutsche Identitätsfindung, mit der man die Tage durch Kino und Medien vollgebrochen wird, sondern er zeigt gerade durch die Verweigerung jeder historischen "Wahrheit" auf, dass vermeintlich ernste Verarbeitungen der Vergangenheit doch nichts anderes sein können als ideologische Vereinnahmungen. Zur Hölle mit dem "Untergang" und erst recht mit Stauffenberg - es lebe Tarrantino.
Dass der deutsche Mob allein beim Gedanken an den Film sein Sauerkraut auskotzt und rechte Dumpfbacken sogar weinerlich zur Störungvon Vorstellungen aufrufen, bringt weitere Pluspunkte.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Inglourious Basterds: 7/10
Star des Films: Hans Landa, tolle Rolle, gut gespielt, dagegen wirken die "richtigen" Stars eher matt und überflüssig.
Leider wars das auch schon, was wirklich gut ist, an dem Film.
Ingesamt war er etwas zu langatmig, der Humor ist meistens eher albern als lustig und es fehlt an wirklichem Inhalt (wenig Aktion, viel nicht wirklich Story Relevantes). Dafür ist die Story nicht wirklich vorhersehbar, man wird immer mal wieder überrascht. Richtige Spannung vermag aber trotzdem nicht aufzukommen, dafür fehlt es auch an Identifikationsfiguren.
Positiv fällt auf, dass er erfrischend unideologisch daher kommt, wer nicht ganz blind ist, wird z.B. merken, dass da hauptsächlich Wehrmachtssoldaten und nicht Nazis abgeschlachtet werden, was auch die Inglorious Basterds in ein ethisch zweifelhaftes Licht rückt.
Fazit: Kein zweiter Pulp Fiction, aber durchaus anschaubar.
Wer auf Naziabschlachten abfährt und sich schon immer gewünscht hat, dass Hitler umgebracht worden wäre, für den ist der Film wohl ein muss.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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dian unregistriert
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Ich habe mir erlaubt, das Thema vom Filmempfehlungs-Thread abzuspalten, da hieraus vielleicht noch eine längere Diskussion entstehen könnte.
Natürlich habe ich mir "Inglorious Basterds" auch nicht entgehen lassen.
Vorweg kann ich schonmal sagen, dass es einer der besten Filme war, die ich in diesem Jahr im Kino gesehen habe. Zum absoluten Meisterwerk, das mich komplett von den Socken gehauen hätte, fehlt dann aber doch noch ein Stück.
Sehr gelungen fand ich die Eröffnungssequenz in der Hütte, die altmodische, an Ennio Morricone erinnernde Filmmusik, und vor allem die Tatsache, dass sich in der heutigen hektischen Filmlandschaft ein Regisseur noch richtig Zeit für gute Dialoge und das langsame Aufbauen einer beklemmenden Atmosphäre nimmt.
Dann folgt noch eine weitere gute Sequenz, bevor der Film dann leider meines Erachtens zu viel Fahrt verliert. Die Geschichte, wie die Kinobetreiberin den deutschen Schauspieler/Soldaten kennenlernt, ist deutlich zu lang geraten. Das hätte man wesentlich kürzer abhandeln können, zumal der Dialog zwischen den beiden auch nicht gerade originell wirkt.
Tiefpunkt des Films, der sich danach aber wieder fängt, und mit der langen Szene in der Kellerkneipe wieder ein wenig zum Niveau der ersten Viertelstunde zurückfindet.
Das Finale im Kino erfüllte zumindest die minimalen (hohen) Erwartungen, die ich an dieses Finale hatte. Wenn man den Führer schon geschichtsfälschenderweise tötet, hätte man dieser Szene aber schon noch etwas mehr Zeit und Kreativität widmen können... überhaupt ist dann, nach gemächlichem Aufbau, irgendwie alles viel zu schnell auch schon wieder vorbei.
Die obligatorische Wichsvorlage für Fußfetischisten, wie sie in keinem Tarantino-Film fehlen darf, ist natürlich ebenfalls vorhanden.
Ja... wieder mal sieht man, dass Tarantino einer der besten Regisseure der heutigen Zeit ist. Er beherrscht sein Handwerk, er ist kreativ, und er kennt sich auch sehr gut mit Filmgeschichte aus, wie zahlreiche Anspielungen belegen.
Ich nehme mal stark an, Tarantino wollte auch keinen politischen Anti-Nazifilm drehen, sondern einfach einen guten, altmodischen Kriegs/Spionagefilm, der trotzdem nicht verstaubt oder antiquiert daherkommt.
Das ist ihm auch zweifellos gelungen.
Mir persönlich fehlt aber dann doch etwas der Tiefgang.
"Nazis sind böse und müssen vernichtet werden" ist zwar sicher eine Aussage, die die Antifa erfreut... aber mal ehrlich, das ist mir auf Dauer eindeutig zu platt und zu austauschbar.
Gerade die Eröffnungsszene, mit dem Dialog über die Ratten und die Eichhörnchen, hat in mir noch die Hoffnung geschürt, dass das Thema Nationalsozialismus und Antisemitismus hier doch etwas intelligenter betrachtet wird als in solchen Filmen üblich.
Aber das war dann auch leider schon alles, was irgendwie in Richtung ernsthafter Auseinandersetzung mit der Thematik ging.
Vielleicht hätte man der Figur des Hans Landa noch mehr Platz einräumen sollen... etwa eine Rückblende in seine Kindheit, die erklärt, warum er zum Nazi wurde. (ok, vermutlich ja nur aus Karrieregründen... aber man hätte da trotzdem noch den einen oder anderen Versuch unternehmen können, Erklärungen zu finden, warum die Nazis an die Macht kamen, und was da mit der normalen Bevölkerung los war, dass es überhaupt so weit kommen konnte)
Ähm ja... wie gesagt, das war wohl nicht Tarantinos Absicht.
Aber wenn es nicht seine Absicht war, einen ernsthaften Film mit Tiefgang zu drehen, dann hätte er zumindest noch etwas mehr famose Action a la "Kill Bill" einbauen müssen.
Ich sag daher mal 8/10.
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Gestern hatte ich die Freude und den Spaß...
Will gar nicht groß zu dem Film erzählen....müsst ihr euch einfach anschauen...
Nich ganz so gefallen haben mir die Stellen auf französisch,da hab ich dann immer nur die hälfte verstanden und mich ein bisschen gelangweilt...
Die beste Stelle fand ich am Schluss,wo sie im Wald sind und er dem Nazi das Hakenkreuz auf die Strin macht...habe mich weggeschmießen über die Ironie...
toller Film,wirklich großartig,Idee prima,story auch,umsetztung hätte einen ticken besser seien können,wie gesagt fand ihn trotzdem super,7/10 !
lg Jonas
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Hansi unregistriert
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Mh, ich fand ihn auch gut und würde vielleicht auch sagen 6-7/10 nur weiß ich nicht was alle an Tarrantino sooooo toll finden. Also ich mag Filme von ihm durchaus sehr gerne (Kill Bill muss ich mir unbedingt noch angucken), aber mich vom Hocker gehauen das mir die Sprache fehlt hat noch keiner von seinen Filmen.
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bin gerade dabei, den film zu sehen.
bis jetzt misfällt mir die langatmigkeit der erzählweise in form von ermüdenden dialogen und tarantinos art, nicht von western-musik lassen zu können, auch wenn sie schon x mal vor kam (z.b. bei kill bill) und überhaupt nicht zum schauplatz zu passen scheint.
und dann die art, aus einem ernsthaften film plötzlich ein pulp fiction ähnlichen comic zu machen, indem z.b. nach der vorstellung von hugo stiglitz einen fetten, hässlichen schriftzug einzublenden mit entsprechender musikalischer untermalung.. was soll man davon halten?
ich hoffe, es wird noch besser..
edit:
es wird endlich mal spannend, als landa auftaucht bei dem essen..
seine performance ist bisher die beste. die gespielte freundlichkeit sowie mimik und gestik wirken mit einer leichtigkeit geschauspielert, als wären die szenen nur zufällig gefilmt worden.
emmanuelle spielt auch ganz gut. man sieht ihr das selbstvertrauen an. wohingegen brot-pitt meiner meinung nach zuviel hollywood in die sache bringt. der große redner, dessen gesicht man ständig wegen früherer filme vor augen hat. das passt irgendwie nicht 100%ig.
ich frage mich gerade, wieso es manchmal für nötig gehalten wird, möglichst viele prominente in einen film einzubauen, auch wenn die gespielten rollen eher nebensächlich sind. von napola kannte ich keinen schauspieler, und den film finde ich top..
die kellerszene gefällt mir gut..die beste szene bisher.
ok..sie wird abgelöst durch die kinoszene. der film wird zum ende hin deutlich besser.
allerdings könnte da noch mehr kommen. ich würde höchstens 4 von 5 punkten geben.
es wird keine unterscheidung zwischen mitläufern und überzeugungstätern gemacht, so wie zunächst vermutet.
da es eine geschichtliche basis gibt, aber keine historische richtigkeit , ist der film kein beiprodukt der geschichte, sondern eher eine "alternate reality" verfilmung. kurze story, aber gut umgesetzt.
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