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Zum Ende der Seite springen Wofür würdet ihr morden?  
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Yog-Sothoth




RE: Wofür würdet ihr morden? 20.02.2012 07:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von (s)AINT:
Der Tod hat meines Erachtens rein gar nichts mit "Ehre" oder "Heldentum" zu tun.

Hm, der Begriff "Ehrentod" war wahrscheinlich etwas missverständlich. Vielleicht sollte ich zu 2b) ein Beispiel machen, damit klar wird was ich meine:

Jemand entscheidet sich dazu, dass er sich jederzeit selbst opfern würde, falls das notwendig wäre um 2 oder mehr andere Menschenleben zu retten, und teilt diese Entscheidung seinen Mitmenschen mit (in der Hoffnung, dass auch andere diese Entscheidung treffen, was dann für alle einen Vorteil darstellt). Damit diese Person aber tatsächlich zu ihrer Entscheidung steht ist so etwas wie ein Ehrgefühl notwendig, falls lediglich 2b) zutrifft, und man eine angedrohte Sanktion, die mit dem Tod mind. gleichwertig ist, ausschließt. Mit "Ehrentod" meinte ich hier also, dass man dann auch tatsächlich zu seiner Entscheidung steht, die man getroffen hatte bevor man in die Situation gekommen ist.
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(s)AINT



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RE: Wofür würdet ihr morden? 20.02.2012 20:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Yog-Sothoth:

Jemand entscheidet sich dazu, dass er sich jederzeit selbst opfern würde, falls das notwendig wäre um 2 oder mehr andere Menschenleben zu retten, und teilt diese Entscheidung seinen Mitmenschen mit (in der Hoffnung, dass auch andere diese Entscheidung treffen, was dann für alle einen Vorteil darstellt).


Aha - verstehe. Allerdings ist das mit der "Hoffnung" so eine Sache.
Menschen sind eine undankbare widerliche Spezies und wenn es sich um eine Ausnahme von dieser Regel handeln sollte, dann ist eine Wechselseitigkeit auch nicht immer gegeben.

Z.B. Ein Familienvater gelobt zum Schutz von Frau und Kind in den Tod zu gehen, um diese (vermeintlich) zu retten oder sog. "beste" Freunde geloben fuer einander "bis aufs Ganze zu gehen", doch als der Erste faellt, verlaesst die Anderen urploetzlich der Mut ... die Liste ist lang.

Ergo: Sterben ist kagge und "Morden" noch viel viel mehr.
Gewalt ist keine Loesung - Tod ist keine "Erloesung".
Choose life großes Grinsen

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von (s)AINT am 20.02.2012 21:00.



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frEIdenker

southpark sagt mehr aus,als die nachrichten


14.06.2012 18:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich würde nur morden wenn ich dadurch (mit 100%iger sicherheit) mehr leben erhalte.
mit leben meine ich keine pflanzen.
sterben würde ich schon eher->
ich bin zwar nicht mehr suizidgefärdet aber z.b. wenn ich hitler vor seinen machtantritt durch eine selbstmordbombe töten könnte,würde ich nicht lange zögern!

"'Es gibt keine Atheisten in Schützenlöchern' ist kein Argument gegen den Atheismus, es ist ein Argument gegen Schützenlöcher."james marrow
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Yog-Sothoth




14.06.2012 18:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich frage mich, ob es nicht vielleicht langfristig gesehen ganz gut ist, dass damals alles so passiert ist wie es passiert ist. Natürlich haben der zweite Weltkrieg und der Holocaust für immenses Leid gesorgt, aber vielleicht war das auch eine Lektion, die die Menschheit (oder zumindest Deutschland) bitter nötig hatte, um zumindest ein bisschen was daraus zu lernen. Augen rollen
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Shinobi

Erneuerung

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15.06.2012 00:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich frage mich, ob es nicht vielleicht langfristig gesehen ganz gut ist, dass damals alles so passiert ist wie es passiert ist. Natürlich haben der zweite Weltkrieg und der Holocaust für immenses Leid gesorgt, aber vielleicht war das auch eine Lektion, die die Menschheit (oder zumindest Deutschland) bitter nötig hatte, um zumindest ein bisschen was daraus zu lernen. Augen rollen


Aber Menschen vergessen, vor allem wenn es ihnen zu gut geht... und spätestens dann wenn die nächste Generation groß geworden ist, die den Krieg nicht selbst miterlebt hat. Wenn es danach geht, müsste es spätestens alle Hundert Jahre oder so wieder passieren… Ich glaube so wirklich viel hat die Menschheit ohnehin nicht daraus gelernt, politisch hat sich ohnehin durch die Atombombe einiges geändert, heute werden Konflikte etwas anders ausgetragen, das heißt aber nicht, dass sie deshalb nicht mehr vorhanden sind. ''Man bringt Menschen heute nicht mehr um, ist zu gefährlich'' so oder so ähnlich hatte es doch Hornauer vor kurzem gesagt… und ich denke das bringt es auf den Punkt. Aber hat sich deshalb wirklich eine grundlegende Änderung im Bewusstsein der Menschen vollzogen, oder würden die Menschen nicht sobald es nicht mehr so gefährlich oder geächtet ist -oder was auch immer sie davon abhält sich an die Gurgel zu springen- nicht gleich wieder damit beginnen mit einem Beil ihrem Nächsten den Schädel zu spalten? Ich denke eine wirkliche Veränderung kann es nur geben wenn ihr eine tiefe Einsicht zugrundeliegt.
Die Menschen sind innerlich total kalt und abgestumpft, es mangelt an Nächstenliebe, Mitgefühl und Empathie, hätten sie das, dann würden sie einander auch nicht mehr bekriegen… Für Frieden braucht es m.M.n. weniger eine grausame Vergangenheit, als viel mehr eine schöne Gegenwart, welche das Fundament für eine noch rosigere Zukunft sein könnte… Es mangelt denke ich nicht an Wissen über die Grausame Vergangenheit und die noch immer grausame Gegenwart, das alles ist noch immer allgegenwärtig. Ich denke es mangelt an wirklichem Verständnis über die Mechanismen der Gewalt… Die Menschen müssen sich der Tragweite ihrer eigenen Handlungen mehr bewusst werden, unabhängig von dem was mal vor langer Zeit passiert ist und wozu heute kaum einer mehr einen wirklichen Bezug hat.

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 15.06.2012 00:39.



Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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15.06.2012 00:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Yog-Sothoth:
Ich frage mich, ob es nicht vielleicht langfristig gesehen ganz gut ist, dass damals alles so passiert ist wie es passiert ist. Natürlich haben der zweite Weltkrieg und der Holocaust für immenses Leid gesorgt, aber vielleicht war das auch eine Lektion, die die Menschheit (oder zumindest Deutschland) bitter nötig hatte, um zumindest ein bisschen was daraus zu lernen. Augen rollen


die menschheit hat absolut gar nichts dazu gelernt. danach gab es weitere massenmorde und diskriminierung jeglicher art. ich verstehe nicht wieso die menschenverachtenden taten des dritten reiches so hervorgehoben werden. vielleicht, weil es damals dann zum ersten mal eine breite berichterstattung dazu gab bzw. danach.

der nationalsozialismus hätte auf jeden fall verhindert werden müssen. ohne die hilfe hitlers (und mussolinis) hätte franco in spanien nicht so viel erfolg gehabt die revolution niederzuschlagen. allerdings hätte es dann immernoch das problem mit stalin und seinem gefolge gegeben.

naja schwer sowas aus heutiger sicht zu beurteilen.
aber ich bin mir sicher, dass die zerschlagung des nationalsozialismus besser gewesen wäre als der tatsächliche verlauf der geschichte
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