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Der schlechteste Film aller Zeiten!
02.10.2009 11:42 |
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Letzten Freitag war ich, von meinem Praktikum aus, im Kino.
Natürlich habe ich mich gefreut, umsonst ins Kino zu kommen und danach mit meinen Kollegen darüber zu diskutieren.
Der Titel des Films, "Wie das Leben so spielt", klang auch erstmal nicht schlecht; ein bisschen philosophisch, eventuell gesellschaftskritisch, aber auf jeden Fall mit einer netten Handlung, die einen ein bisschen zum Nachdenken anregt...
Was dann kam, untertraf meine geringen Erwartungen noch um Längen!
Kurz zur Handlung:
Ein erfolgreicher Stand-up-Komedian und Schauspieler (Adam Sandler) erfährt, dass er noch ein Jahr zu leben hat. Er hat Geld, ein großes Haus und jede Menge Frauen. Nur keine richtigen Freunde und seine große Liebe hat er betrogen und wurde von ihr verlassen.
Zufällig trifft er auf einen jungen, unerfahrenen Stand-up-Komdian, den er bittet, Gags für ihn zu schreiben und sein Assistent zu werden.
Nicht so schlecht, dachte ich mir.
Doch dieser Film erfüllt alle Kriterien, die ein miserabler Film nur erfüllen kann: Inhaltsleere Dialoge (mindestens jeder zweite Satz besteht aus Wörtern wie "Schwanz", "lecken", "ficken", "reiben", "Muschie"), ein absolutes Minimum an Handlung (der Film hat absolut nichts überraschendes, beeindruckendes oder sonstwie erwähnenswertes) und die "Philosophie" hinter dem Film (dass man, wenn man ein Nahtod-Erlebnis hatte, nur für kurze Zeit Respekt vor dem Leben hat), kam nur in einem einzigen Satz zum Vorschein!
Die Jugendlichen, wegen denen wir im Kino waren, gingen ständig aus dem Raum, tobten herum, prügelten sich teilweise und jagten sich durch die Sitzreihen, weil ihnen, wie uns, den Betreuern, absolut langweilig war. Eine Kollegin sagte ihnen dann deutlich, dass sie sofort nach Hause führen, wenn sie sich nicht sofort wieder hinsetzen würden. Für einen Moment hatte ich die leise Hoffnung, mir diese Abart von Film nicht länger antun zu müssen, doch danach blieb es relativ ruhig...
Also, wenn jemand auf todlangweilige, inhaltsleere, witz- , humor- und Spannungsleere Filme steht, kann ich "Wie das Leben so spielt" nur empfehlen
Ich meine, selbst Dinge, die mich sonst nicht stören, kamen in diesem Film absolut schlecht an: Die schauspielerische Leistung war höchstens bei Adam Sandler (den ich in "Bedtime Stories" und "Nachts im Museum" so schätzen gelernt hatte) überdurchschnittlich und die Synchronisation war absolut mies.
Zugegeben: Ein- , zwei Mal konnte mich der Film zum schmunzeln bringen. Rechnet man aber dagegen, dass er geschlagene 2,5 Stunden dauert und ansonsonten rein gar nichts zu bieten hat, ist der Film mehr als nur reine Zeitverschwendung.
Zum Vergleich: Die Niveaulose Scheiße von RTL ist direkt ein Genuss gegen dieses Meisterwerk der bodenlosen Langeweile.
Tut euch selbst einen Gefallen und meidet diesen "Film" wie ein Anarchist NPD-Versammlungen.
Ich werde beim nächsten Plenum vorschlagen, dass man uns Orden verleiht, weil wir uns den Müll bis zuletzt angesehen haben
(allerdings war es, kaum lief der Abspann an, nicht schwer, die ganze Truppe aus dem Saal zu bekommen; "Schnell raus hier! Bevor die noch ne Zugabe spielen!").
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Ah, schlechte Filme, ja?
Mein Vater hat sich neulich Wanted ausgeliehen, da dachte ich mir, dass ich mir den doch mal angucken könnte (u.A. weil er laut nem Kumpel ja so gut sei).
Meine Erwartungen (entsprechend niedrig, da Comicverfilmung):
Übertriebene "Action", kaum Handlung, sinnlose pseudophilosophische Monologe, grottenschlechte deutsche Synchronisation.
Eben das typische Actionfilmklischee, welches seit spätestens 2004 immer wieder von neuen Filmen bestätigt wird.
Aber selbst mit solchen Erwartungen konnte der Film mich noch enttäuschen, denn er versucht, sich ausschließlich durch Spezialeffekte wie aus 2001 noch über Wasser zu halten. Der Drehbuchautor gehört gesteinigt, mehr sag ich dazu mal nicht.
Zum Thema deutsche Synchronisation möchte ich nur sagen, dass ich nach 10 Minuten auf die englische Tonspur umgeschaltet hab. Die ist nicht nur grottenschlecht, sondern noch dazu regelrecht kinderfreundlich.
Hier wurde z.B. "You fucking whore!" als "Du blöde Kuh!" übersetzt
(Hinweis: Der Film hat in Deutschland keine Jugendfreigabe)
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Ich habe ja auch schon einige schlechte Filme gesehen; "Scream 2", "Kung Fu-Panda", "Dumm und Dümmer", Scary Movie" (hab aber vergessen, welcher Teil so grausig war; ein paar waren recht unterhaltsam), "Gonger - Das Böse vergisst nie", "Schrei, wenn du kannst", "Die Geistervilla", "Van Helsing", uvm., aber DAS schlägt dem Fass echt die Krone ins Gesicht!
Ich werde mir Wanted mal ansehen, weil der mir anempfohlen wurde.
Doch ich bin mir sicher, er KANN nicht schlechter sein als "Wie das Leben so spielt", wenn du schon sagst, dass ein bisschen Action drin vorkommt.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Hansi unregistriert
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Einer der schlechtesten und langweiligsten Filme die ich je gesehen haben war "There Will Be Blood". Null Handlug oder gar erwähnenswerte Dialoge, meistens sind sie in dem Film am essen, bis schließlich der Ölturm brennt und wie zu erwarten war das Kind hochdramatisch einen Unfall hat, aber gerettet werden kann.
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Hansi unregistriert
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Naja was soll ich sagen, wenn der Film so langweilig ist, dass man einschläft, dann hat man von den bunten Bilderchen auch nich mehr viel.
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Wirklich langweilig und einschläfernd ist Solaris (2002). Mehr gibt's dazu auch nicht zu sagen.
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| Zitat: |
Eine Kollegin sagte ihnen dann deutlich, dass sie sofort nach Hause führen, wenn sie sich nicht sofort wieder hinsetzen würden. Für einen Moment hatte ich die leise Hoffnung, mir diese Abart von Film nicht länger antun zu müssen, doch danach blieb es relativ ruhig...
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Mich würde ja viel mehr interessieren, aber evtl. nicht in diesem Thread, sondern gesondert, in welchem Zusammenhang Du das erlebt hast, wo Jugendliche in dieser Form angegangen werden?
In der schelchtesten Jugendeinrichtung aller Zeiten?
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M.F unregistriert
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"There Will Be Blood" fand ich im Gegenteil sehr genial.
"Wanted" hat mich auch gut unterhalten und hatte auch par sehenswerte Stellen.
Und was soll an "Kung Fu Panda" schlecht gewesen sein?!
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| Zitat: |
Original von deldenker
War mir klar, dass so was von dir kommt.
Mich würde mal interessieren, was du in der Situation tun würdest? |
Mal kurz off-topic:
Deldenker und ich haben das schon im Chat geklärt. Ich wiederhole das hier aber noch mal, für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich noch andere dafür interessieren.
Die Situation war so, dass die Mitarbeiter der Jugendeinrichtung da für einen regelmäßigen Besucher, der Geburtstag hatte, eben diesem seinen Wunsch erfüllen wollten und mit ihm ins Kino gehen wollten.
Dann ist es aber ziemlich blödsinnig, dann auf einmal mit einer Machtausübung herauszukommen. Das ist genau die Pädagogik, die Kinder und Jugendliche zu braven Untertanen erziehen soll.
Der Junge, der Geburtstag hatte, hätte erstmal befragt werden müssen, ob ihn das stört, denn letztendlich war man wegen ihm da. Den hat es wohl nicht gestört, sondern der hat auch Blödsinn gemacht.
So, dann gibt es eigentlich nur die Möglichkeit:
Ich als derjenige, der den Ausflug organisiert habe, sage dann: Okay, ist sein Tag, soll er das entscheiden, wenn ihm das so gefällt und bleibe dann, bis der zuürck will. Finde ich den Film Scheiße, dann gehe ich raus und warte da.. Will ich den Film sehen und fühle mich gestört, dann mache ich das denjenigen deutlich und sage denen, dass sie gefälligst die Fresse halten sollen und begründe das auch nur damit, dass ich den Film sehen will.
Dann muss ich mal durchsetzen, wenn es geht mit Argumenten.
Aber das mit dem "Wenn ihr nicht artig seid, dann fahren wir nach Hause!", das ist genau die Pädagogilk der Repressalien, die Untertanen erzeugen soll. Da stellt man sofort klar: "Ich bin derjenige, der euch das ermöglicht hat, ich habe die Macht, dass auch wieder zurückzunehmen. Also benehmt euch so, wie ich, euer Herrscher, das sage."
Da ist keine sachliche Begründung für drin, da ist nur die Hierachie, die man nutzt, um etwas durchzusetzen.
Da lernt man maximal, was Machtausübung bedeutet.
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Hansi unregistriert
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Bei mir hat diese Art der Pädagogik doch hervorragend funktioniert
.Vllt. handelt es sich hierbei auch nur um umgekehrte Psychologie
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Welche Pädagogik soll denn bei Dir hervorragend funktioniert haben???
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Neu in der Liste: Crank 2 - High Voltage
Frauenfeindlicher Scheißfilm.
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Hansi unregistriert
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Bitte?!? Crank ist ja mal total genial. Ok, der zweite Teil is irgendwie ein Abklatsch vom ersten, aber ansonsten ist das einfach nur bitterböser schwarzer Humor und halt so wie der Film heißt, nämlich krank. Aber das Thema hatten wir ja schonmal im Gay-Club Thread. Und was genau daran fandest du nun frauenfeindlich? Der musste halt einfach ums Überleben ficken
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| Zitat: |
| Welche Pädagogik soll denn bei Dir hervorragend funktioniert haben??? |
Das ist genau die Pädagogik, die Kinder und Jugendliche zu braven Untertanen erziehen soll.
Der Junge, der Geburtstag hatte, hätte erstmal befragt werden müssen, ob ihn das stört, denn letztendlich war man wegen ihm da. Den hat es wohl nicht gestört, sondern der hat auch Blödsinn gemacht.
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Gay Club war ja wohl ein Witz gegen Crank 2.
Der erste Teil von Crank war bzgl. Frauenfeindlichkeit wirklich noch in Ordnung, aber der 2. ist nur noch sexistisch ohne Ende und wie du schon erwähnt hast nur ein äußerst billiger Abklatsch von Crank.
Jede einzige Frau in dem Film (mal von der Klischeeoma mit Gehhilfe abgesehen) ist ne Prostituierte und wird dargestellt wir ne dumme rumgackernde Henne oder hirnlose Fick-Mich-Schlampe und wird auch entsprechend behandelt.
Für mich hat schwarzer Humor da ein Ende.
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Hansi unregistriert
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Jede einzige Frau in dem Film (mal von der Klischeeoma mit Gehhilfe abgesehen) ist ne Prostituierte und wird dargestellt wir ne dumme rumgackernde Henne oder hirnlose Fick-Mich-Schlampe und wird auch entsprechend behandelt.
Für mich hat schwarzer Humor da ein Ende. |
Jo, da hat der schwarze Humor ein Ende und fängt an mit der bitterbösen Wirklichkeit zu verschmelzen. Der Film spielt ja innerhalb der Mafia-Szene, glaubst du wirklich in der echten Mafia-Szene gibt es reihenweise selbstbewuste Power-Emanzen die den Typen zeigen wo der Hammer hängt? Klar, der Film lebt davon überspitzt und böse zu sein, aber guck dir mal die Hintergründe an in denen er spielen soll. Und genau da war der Punkt wo ich an "Gay Club" anknüpfen wollte, da ich natürlich verstanden habe das der Künstler nicht immer deckungsgleich mit seinen Werken und Charakteren ist. Daher ist Crank ein guter Film und Gay Club eben trotzdem scheiße, weil ja ein Kunstwerk nicht automatisch dadurch gut wird das es möglichst krass, brutal und total daneben ist, sondern noch ein bisschen mehr dazu gehört.
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Wenn Crank (und damit auch der 2er) etwas ist, dann ist er Medien-/Popkultursatire auf bestem Niveau. Die Nigger tragen alle bling bling Scheiße, die Mexikaner sind die Klischee-Bandenmexikaner mit Kopftüchern etc, die Frauen sind hirnlose "Fickschlampen" oder wie du meintest, die tunten sind klischeehaft Tuntig, und der coole weiße Hero des Films ist einfach ein cooler weißer uber-Hero. Ja, wenn der Film frauenfeindlich ist, dann ist er aber auch gleichermaßen rassistisch bzw xenophob, homophob, usw.. dann bitte aber auch South Park scheiße finden, denn das ist das selbe.
Das, was man bei Filmen frauenfeindlich oder ähnliches nennt ist i.d.R. nicht mehr als cineastische Dummheit, mehr als zu sein ist ein Film erstmal nicht, alles andere ist das was man ihm selbst zuschreibt.. nur, dass man einem Film keine Aussage zuschreiben kann, egal was ein Charakter in dem Film sagt, tut, oder als was er dargestellt wird.. es ist immer noch nicht mehr als ein fiktiver Charakter der sich auf eine bestimmte Weise verhält, in einer fiktiven Story, in einer fiktiven Welt. Punkt.
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"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more
Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"
-Horses in the Sky
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