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| Zitat von (s)AINT: |
| Zitat von Veritas: |
Trotzdem scheint es immer noch so, als wäre es ehrenvoll seinen Dienst fürs Vaterland zu leisten.
Dort machen die einen echten Mann aus dir.... Ordnung und Disziplin sind da die Tagesordnung
Zusätzlich kommt hinzu, dass der Kampf mit Männlichkeit, Ehre und Stolz assoziiert wird.
Ich denke, solche Sachen treiben viele dazu freiwillig in den Krieg zu ziehen und sich dann dort ihre Lorbeeren zu verdienen. |
Solange das Toeten als "ehrenvoll" diffamiert, und als ein Initiationsritus zur "echten" Maennlichkeit (whatever that is) verkauft wird, stellt es in meinen Augen eher einen Akt der absichtlichen Taeuschung dar (und nicht der Freiwilligkeit), junge Menschen dazu zu bewegen, sich rekrutieren zu lassen.
Auf den Schlachtfeldern der Geschichte wuchs kein Lorbeer, dafuer aber Tod und Verderben. Wanderer, kommst Du nach Spa... |
Diese "idealistische" Seite ist die eine Sache. Entscheidender ist es aber meiner Auffassung nach, dass die Armee ebenso wie das Gefängnis (siehe USA) immer mehr als Disziplinierungsanstalt für den wachsenden Anteil an sozial Abgehängten und Prekarisierten fungiert. Von der konkreten Kriegsführung abgesehen ist die militärische Institution als solche Teil des staatlichen Herrschaftskomplexes.
Die Frage ist, ob eine solche Integration langfristig erfolgreich bleibt, oder ob das gefährliche Potential an sozialer Unterschicht in der Armee nicht wiederum zur Gefahr für den Staat werden könnte.
Die fortschreitende Umwandlung der modernen Armeen hin zu kleineren Söldnertruppen ist auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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@ Saint Ich denke, dieser ganze Kriegsapparat, vom Soldaten bis zur Schlacht, basiert auf einer Täuschung. Bis auf ein paar winzige Ausnahmen, zb. Notwehr oder ähnliches, gibts immer nen anderen Weg als töten. Ich mein, die Amis sind doch nicht nach Afghanistan oder in den Irak um das Volk zu befreien. Welcher Soldat würde schon losziehen wenn man ihm sagt : Wir machen das, damit wir länger und billig tanken können" oder " Wir machen das, damit wir n offiziellen Grund haben euer Privatleben besser zu kontrollieren"
Da hört sich " Wir befreien das Land vom Terror " doch viel besser an.
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Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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Ich hab die Befürchtung, dass trotz der Begrüdung "Wir machen das, damit wir länger und mehr tanken können" sich einige Menschen anschliessen würden... "Manifest Destiny" heisst das Zauberwort. Es ist doch Gottes Wille, dass "God's chosen people" glücklich sind und Atuo fahren können.
Rassismus und übersteigerter Patriotismus im Falle von "Wir sind besser als alle anderen!" ist in Amerika leider weiter verbreitet als in anderen Staaten.
Klar gäbe es dann einige Kriegsgegner mehr...
Zur "Männlichkeit" und "Ehre": Wer Krieg braucht um seine "Männlichkeit" zu beweisen, der ist ziemlich rückständig. Wird er auch versuchen mit einer keule eine Frau K.O. zu schlagen und sie in seine Höhle zu scleppen?
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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Das stimmt schon, aber wer sieht so etwas schon ein? Die wenigstens denke ich.
Scahue doch einfachmal mal wie wenige ihre Taten permanent und kritisch hinterfragen, so gut wie niemand. Das ist auch der Grund warum es so vieleVollidioten da draußen gibt, mit denen wir uns jeden Tag rumärgern müssen. die meisten lassen sich der einfachheit halber lieber ohne Kopf durch ihr Leben treiben. Das ist ja immerhin auch verständlich. Es ist zum einen bequemer und zum anderen müsste man dann auch teilweise gegen den Selbsterhaltungstrieb ankämpfen, denn immerhin begibt man sich wissentlich in eine unsichere und ungewohnte Situation, was wiedeurm Ägnste heraufbeschwören kann. Die meisten unterlassen es deshalb schlicht und einfach und lassen sich treiben, bis sie letztendlich abkratzen und dann rgendwer hinten deren jämmerlichen Existenzen hinterherweint...
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| Zitat von (s)AINT: |
| Koennte es evtl. sein, dass die gesamte "Zivilisation" aufgebaut ist auf Gewalt? |
War sie denn je anders?
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Wenn das der allgemein anerkannte "Lauf der Welt" sein soll, sind Menschen von heute dann nicht in der moralischen Verpflichtung, dem Konzept der Initiierung von Gewalt etwas Vernuenftigeres entgegen zu setzen?
Wozu sonst Diplomatie? Dialog und Voelkerverstaendigung?
Warum ist die Herstellung und der Verkauf/Export von Kriegsgeraet eigentlich "legal" ? Wer kann - guten Gewissens - Landminen produzieren? Warum stoert sich eig. niemand merklich an den sog. Auslandseinsaetzen der Bundes"wehr" ? Ist die Menschheit denn dazu verdammt, sehenden Auges von einer Katastrophe in die naechste zu taumeln?
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| Zitat von (s)AINT: |
| Koennte es evtl. sein, dass die gesamte "Zivilisation" aufgebaut ist auf Gewalt? |
Ganz im Gegenteil, Zivilisation hat uns von der allermeisten Gewalt befreit und ein wesentliches Merkmal der Zivilisation ist die Vermeidung und Ächtung von Gewalt.
"Jeder 50. Mensch aus der jüngeren Steinzeit (Neolithikum) in England ist durch einen Schlag auf den Kopf gestorben. Dies ist das überraschende Ergebnis einer systematischen Studie von Schädelfunden auf den britischen Inseln. Das Ausmaß der Gewalt hat die Forscher sehr überrascht"
Hinzu kommen noch alle Morde ohne Schläge auf den Kopf.
http://www.archaeology.co.uk/articles/bloody-stone-age-war-in-the-neolithic.htm
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/4757861.stm
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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| Zitat von Xoc: |
| Zitat von (s)AINT: |
| Koennte es evtl. sein, dass die gesamte "Zivilisation" aufgebaut ist auf Gewalt? |
Ganz im Gegenteil, Zivilisation hat uns von der allermeisten Gewalt befreit und ein wesentliches Merkmal der Zivilisation ist die Vermeidung und Ächtung von Gewalt.
[/URL] |
Ich würde eher sagen, dass die Zivilisation eine Auslagerung der Gewalt zur Folge hatte, aber gewiss keine Reduzierung. Im Gegenteil steht gerade die "vollends aufgeklärte (und zivilisierte) Welt im Zeichen triumphalen Unheils" (Adorno), siehe Auschwitz, Hiroshima ect.
Zivilisation ist hinsichtlich der Gewalt eher Arbeitsteilung. Das Massaker mit Steinen und Stöcken, wie es in "primitiveren" Gesellschaften praktiziert wurde, ist eben sichtbarer und beinhaltet mitunter mehr Beteiligte als die industrielle Vernichtung in den Lagern. Dessen Effizienz und Berechnung (man könnte auch die Banalität anführen) erreicht es zu keinem Zeitpunkt.
Ebenso ist die Existenz freiheitlich-demokratischer Systeme kein Widerspruch zu der gleichzeitigen Förderung von terroristischen Regimen.
Grundsätzlich würde ich die bekannte Formel von Clausewitz umgekehrt formulieren: Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Somit basiert jede Ordnung auf einem fundamentalen Konflikt, der je nach historischer Situation wieder offen hervorzubrechen droht.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Ja, schon.
Jedoch, ich wusste gerade nicht, was ich weiter dazu schreiben könnte. Ich habe an so etwas gedacht, wie "Ja, aber nicht so sehr wie andere Sachen" oder "Ja, aber es gibt andere schlimme Dinge, auch hier vor Ort" oder "Ja, aber ich beschäftige mich in meiner aktuell geringen Freizeit mit genug anderen Sachen und wenn ich mich mit diesem neuen Themenfeld so intensiv, wie es es verdienen würde, auseinander setzen möchte, brauche ich erstmal mehr Zeit".
Diese Sachen eben, warum man sich mit eigentlich interessanten Dingen nicht weiter beschäftigt.
Ich danke dir trotzdem für die beiden Videos, die ich sicher vielleicht demnächst mal ansehen werde.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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"Wie man den Krieg fuehrt, das weiß jedermann; wie man den Frieden fuehrt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere fuer den Krieg, die jaehrlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere fuer den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Millionen einbringen wuerden?" - Karl May, Ardistan und Dschinnistan I, 1909, S. 17
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| Zitat von Karl May: |
| Wo habt ihr eure stehenden Heere fuer den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Millionen einbringen wuerden? |
Das haben wir übrigens längst. Nennt sich multinationale Konzerne. Sichert den Frieden zwischen den beteiligten Ländern und bringt Milliarden ein.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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